Diakonisches Werk Bremervörde - Zeven

Das Diakonische Werk in Bremervörde-Zeven hat mit seinen Fachdiensten eine Außenstelle in 27404 Zeven, Poststraße 10-12 (City-Passage). Termine über die Kontakte der Geschäftsstelle in Bremervörde.

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Tafel 2.0

Gottesdienst der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Zeven im Stadtpark

An einem der schönsten Plätze in Zeven hielt die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Zeven einen ökumenischen Gottesdienst. Im Stadtpark vor der malerischen Kulisse des Klosters hatte sich eine große Gemeinde aus den verschiedenen christlichen Gemeinden in Zeven und darüber hinaus bei besten Sommerwetter versammelt.

„Es ist ein besonderer Gottesdienst heute,“ so Pastor Michael Alex in seiner Begrüßung. Damit wies er auf das Thema dieses Treffens hin: 10 Jahre arbeitet die Tafel Zeven zum Wohle der Menschen, die hinlänglich als Bedürftige bezeichnet werden. „10 Jahre jede Woche zweimal geöffnet und 10 Jahre fast jeden Tag Lebensmittel in der Samtgemeinde eingesammelt und vorbereitet, dass ist eine gesegnete Arbeit und zeugt von einer immensen Beharrlichkeit dieser Idee und der Menschen, die diese Arbeit ehrenamtlich tun,“ so Michael Alex weiter. Im Verlauf des Gottesdienstes interviewte Kirchenkreissozialarbeiter Norbert Wolf vom Diakonischen Werk Bremervörde-Zeven die jetzige Leiterin der Tafel Zeven, Ingrid Nieswandt. Ingrid Nieswandt schilderte das Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Tafel und wie sie persönlich in diesen Dienst vor neun Jahren hineingefunden hatte. „Wir sind eine gute Gemeinschaft in der sich Freundschaften gefunden haben,“ warb Ingrid Nieswandt um eine aktive Mitarbeit. Die ACK bedankte sich symbolisch mit einer Rose bei den Ehemaligen und Aktiven der Tafel für ihre Arbeit.

„Wir brauchen eine Tafel 2.0 Bewegung,“ rief Pastor Reiner Matthes in seiner Predigt auf. Er war in den Vorbereitungen mit den Stichworten nach einer deftigen sozialpolitischen Predigt konfrontiert worden. Diese wollte er aber nicht in allgemeinen moralischen Appellen an die Politiker bewenden lassen und an eine allgemeine Aussage an die Gesellschaft, die alle Menschen bildeten. Er wies auf die persönliche Verantwortung der einzelnen Menschen hin. In Anlehnung der biblischen Person des Johannes des Täufers forderte er jeden Einzelnen auf, genau zu prüfen, ob er nicht seinen Teil zum Gelingen des Ganzen beitragen können. „Der Pfeffer der Aufforderung des Johannes liegt in der Aufforderung an jeden von uns, einen Teil vom Eigenen zu geben,“ so Reiner Matthes. Er benannte einige Beispiele des persönlichen Engagements: Einen Teil der persönlichen Freizeit, an Wissen, an Zuwendung und nicht zuletzt auch Kleidung, wie im biblischen Text. „Das ist dann sehr persönlich und ich nenne es einmal Tafel 2.0. Wir müssen uns auch vor Ort im Blick behalten, damit Leben gelingt,“ so Matthes. Die Vergütung für dieses Engagement könne zwar nicht gefordert oder bemessen werden. Er sei sich jedoch sicher, dass die Zusage von Gott gelte, dass es eine lebenswerte Welt ist, die dann entsteht.

Mit alten und neuen geistlichen Liedern, die von der Band Stereo Heaven aus Elsdorf flott begleitet und dargeboten wurden, war dieser Gottesdienst für die zahlreichen Besucher eine vom Rahmen und Inhalt sehr bewegende und ansprechende Veranstaltung.

Im Anschluss des Gottesdienstes wurde zu einem Grillen in den Pfarrgarten eingeladen. Dort wurden auch Vertreter der benachbarten und befreundeten Tafeln begrüßt.

Bild: M. Knapmeyer Zeven

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10 Jahre Tafel Zeven – Veranstaltungen

Im Mai 2008 wurde in der Alten Poststraße in Zeven die Tafel in Zeven eröffnet. In den Wochen zuvor gab es viele Planungen und Gespräche und schließlich auch eine große Zusammenkunft im Haus der Jugend in Zeven, in denen aus der bestehenden Tafel in Rotenburg berichtet wurde. Die damalige Initiatorin dieser Idee in Zeven, Frau Margret Schmidt, fand in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Zeven (ACK) und dem Diakonischen Werk des Kirchenkreises Bremervörde-Zeven zwei starke Partner, um diese Idee Wirklichkeit werden zu lassen. „Ich kann mich noch gut an den übervollen Saal von interessierten Menschen im Haus der Jugend erinnern,“ so Kirchenkreissozialarbeiter Norbert Wolf vom Diakonischen Werk. Aus dieser Gruppe fanden sich viele Personen, die diese Idee unterstützen wollten. „Und viele von diesen Personen sind heute noch aktiv,“ so Wolf weiter. Einige haben auch mit der Arbeit in der Tafel aufgehört, andere sind dazu gekommen. „Insgesamt ist es eine lohnende Arbeit in der die Menschen zusammenkommen und nach ihren Neigungen diese Einrichtungen unterstützen,“ so Ingrid Nieswandt, heutige Leiterin der Tafel in Zeven und Nachfolgerin von Margret Schmidt. In der Tafel werden verwertbare Lebensmittel aus Handel und Industrie, die nicht mehr in den Verkauf gelangen dürfen, an bedürftige Menschen weiter gegeben. In Deutschland ist die erste Tafel vor 25 Jahren in Berlin gegründet worden.

Im Oktober 2008 gründete sich eine Ausgabestelle der Tafel in Sittensen. Auch dort versammelten sich auf Initiative von Frau Inge Lefevre viele Menschen im Gemeindehaus an der Scheeßeler Straße, um sich zu informieren. So konnte in der Bahnhofstraße in Sittensen ein Raum gefunden und die Arbeit aufgenommen werden. „Es ist schon ein Segen, dass sich viele Menschen mit Initiative in den beiden Orten gefunden haben, um diese Arbeit freiwillig zu tun,“ so Superintendent Wilhelm Helmers aus Bremervörde.  

Aus diesem Anlass gibt es verschiedene Aktionen, in denen die Arbeit der Tafel und die handelnden und nutzenden Personen besonders in den Fokus genommen werden.

Der Auftakt wird in einem öffentlichen Gottesdienst im Stadtpark in Zeven am Sonntag, den 02.09.2018 um 10.00 Uhr gegeben. Hierzu sind neben der gesamten Bevölkerung die Aktiven und ehemaligen Aktiven in der Tafelarbeit und auch die Kunden eingeladen.

Am Mittwoch, den 05.09.2018 um 19.00 Uhr wird Herr Pastor Peer Detlef Schladebusch aus Hannover, Haus Kirchlicher Dienste, einen Vortrag in der städtischen Galerie „Christinenhaus“, Lindenstraße, in Zeven halten. Er wird sich mit der Frage auseinandersetzen „Das gönn ich Dir! Wie viel darf es denn sein?“ Sicherlich wird in diesem Vortrag die Diskrepanz behandelt werden, dass es immer die Stärkeren sind, die das „Genug“ für die Schwachen in der Gesellschaft formulieren.

Am Mittwoch, den 19.09.2018 um 19.00 Uhr wird die Wilde Bühne Bremen e.V. ein Gastspiel im Selsinger Gemeindehaus, Hauptstraße 14,  geben. Dazu sind insbesondere Personen ab einem Alter von 14 Jahren eingeladen. Die Wilde Bühne Bremen e.V. zeichnet sich durch ihr authentisches Spiel aus. Gewalt- und Suchterfahrungen, Einsamkeit, Ausgeschlossensein und Lebensphantasien und -pläne werden von teils betroffenen Personen professionell dargestellt. Es wird eine Sequenz aus dem Stück „Spiel dein Leben“ dargestellt und anschließend mit den Besuchern darüber gesprochen. Der Eintritt ist frei. Diese Veranstaltung wird in Kooperation mit der Ev. Jugend des Kirchenkreises Bremervörde-Zeven im Rahmen der Jugendwoche durchgeführt.

Die Veranstalter laden herzlich zu diesen Veranstaltungen ein. 

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Klimafasten 2018 – Fazit

Die Fastenzeit ist vorbei und jetzt ist alles wieder so wie vorher.

Nein, so sollte es nicht sein und so ist es auch nicht.

Wir hatten uns einige Aktionen zum Klimafasten überlegt und haben diese ausprobiert. Manche Ideen konnten wir nicht in der angedachten Art umsetzen. Diese werden uns also auch noch nach der Fastenzeit beschäftigen. Andere Überlegungen haben wir umgesetzt und für gut befunden. Es wurde auf Recyclingpapier gedruckt und Getränke in Glasflaschen gekauft. Es wurde stärker darauf geachtet, das Licht auszuschalten, wenn es nicht benötigt wurde. Der Arbeitsweg wurde von einigen Mitarbeitenden mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurückgelegt und Es gab Fahrgemeinschaften. Wir haben eine Woche lang Mineralwasser der Marke Viva Con Agua getrunken und somit deren Wasserprojekte unterstützt.

Unser Fazit zum Klimafasten 2018:

Die Mitarbeitenden des Diakonischen Werk Bremervörde-Zeven setzen sich beruflich wie auch privat mehr mit dem Thema Klima auseinander. Es gab viele Denkanstöße, welche die Fastenzeit überdauern werden und uns für verschiedenste Themenbereiche sensibilisiert haben.

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Bachmann-Museum Bremervörde engagiert sich für

die Integration von Geflüchteten

 

Das Bachmann-Museum Bremervörde ist eine Einrichtung, die Geflüchtete willkommen heißt und bei ihrer Orientierung in der Region unterstützt. Denn durch die Auseinandersetzung mit der Geschichte bietet das Museum einen Zugang zur aktuellen Lebenswelt im Elbe-Weser-Dreieck. Um seine Angebote auszubauen und Erfahrungen an andere Museen weiterzugeben, ist es nun Pilotmuseum in der Initiative „Neue Heimat in Niedersachsens Museen“ des Museumsverbandes Niedersachsen und Bremen e.V.

Museumsleiterin Ellen Horstrup M.A. schildert die Beweggründe: „Wir haben in den vergangenen Jahren bereits Führungen und Projekte mit Sprachlernklassen durchgeführt und dabei erste Erfahrungen gesammelt. Wir haben aber auch festgestellt, dass wir uns diesem Thema intensiver widmen müssen. Denn wir möchten auch dieser Besuchergruppe einen Zugang zu unseren Museumsthemen ermöglichen, der ihren Bedürfnissen entspricht und damit der kulturellen Vielfalt in unserer Gesellschaft gerecht werden.“

Diese Aufgabe spiegelt sich auch in der Rolle des Bachmann-Museums Bremervörde in der Initiative „Neue Heimat in Niedersachsens Museen“ wieder. Als Pilotmuseum vernetzt es sich mit Kooperationspartnern, die in der Integration von Geflüchteten aktiv sind, wie z.B. dem Diakonischen Werk Bremervörde-Zeven. So profitieren die Einrichtungen gegenseitig von ihren Erfahrungen und das Museum gibt diese in Workshops und auf Konferenzen an andere Museen in Niedersachsen weiter. In den vergangenen Monaten ist so der Kontakt zu fünf Kooperationspartnern aus dem Landkreis Rotenburg (Wümme) und als erstes Projekt eine Feriensprachwoche vom 26.-29. März für geflüchtete Frauen mit Kindern entstanden.

Museumspädagogin Katja Tiltmann M.A. schildert das Projektziel: „Als Museum sind wir der ideale Ort um über unsere kulturellen Themen und das handlungsorientierte Lernen auch Sprache zu vermitteln. In diesem Fall errichten die Teilnehmer in unserem Steinzeitlager mit Hilfe steinzeitlicher Werkzeuge ein Zeltgestell. In Workshops erhalten sie ergänzend einen Einblick in die Natur rund um den See und den Wald. So kommen die Teilnehmer durch die neuen Erfahrungen und die Teamarbeit schnell untereinander ins Gespräch und wir verknüpfen unsere geschichtlichen Themen mit aktuellen Bezügen aus ihrer Lebenswelt.“

Neben einem Experimentalarchäologen unterstützen auch die NABU Umweltpyramide Bremervörde und die Niedersächsischen Landesforsten das Projekt mit ihrem Fachwissen zu Themen rund um Geschichte und Natur. Die sprachliche Vermittlung findet durch das Regionalbüro Bremervörde der Ländlichen Erwachsenenbildung statt, deren Sprachkurs an dem Projekt teilnimmt. Ebenso bringt das Diakonische Werk Bremervörde-Zeven weitere Teilnehmerinnen und Begleiterinnen aus der Migrationsberatung mit in das Projekt ein, so dass der Kurs mit etwa 20 Frauen und ihren Kindern ausgebucht ist. Ohne die Unterstützung von drei Förderern wäre das Vorhaben jedoch nicht möglich gewesen. Die Initiative „Stiftungen helfen - Engagement für Geflüchtete in Niedersachsen“, der Soroptimist International Club Bremervörde-Zeven und EDEKA Böttjer Bremervörde beteiligen sich mit finanzieller Hilfe und Sachmitteln.

Die Feriensprachwoche ist ein Auftakt für künftige Projekte, mit denen das Bachmann-Museum Bremervörde in den nächsten Jahren in seiner Rolle als Pilotmuseum die Integration von Geflüchteten weiter fördern möchte.

© Bachmann-Museum Bremervörde

Bild: Einige der Kooperationspartner und Förderer, vlnr: Franziska Wronka und Kristina Kraus von dem Diakonischen Werk Bremervörde Zeven, Dr. Silke Fricke und Birgit Rais Abin vom Soroptimist International Club Bremervörde-Zeven, Florian Offermanns von den Niedersächsischen Landesforsten, Katja Tiltmann vom Bachmann-Museum Bremervörde und Bettina Schroeder von der NABU Umweltpyramide Bremervörde

Nicht im Bild: Ulrike Tost und Julia Meyer von der Ländlichen Erwachsenenbildung, Matthias Böttjer von EDEKA Böttjer Bremervörde und Anna Anger von der Initiative „Stiftungen helfen - Engagement für Geflüchtete in Niedersachsen“


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Bild: © Bachmann-Museum Bremervörde

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Klima -  fasten

.... und wie ist es mit der Mobilität?

Der ländliche Raum. Unendliche Weiten. Neue Universen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Diakonischen Werkes sind unterwegs. Auf zu den Menschen, die nicht mehr mobil sein können. Oder die Menschen machen sich zu uns auf den Weg in die Beratungsstellen. Hier im ländlichen Raum ist es immer mit privaten Verkehrsmitteln nötig, um von A nach B zu kommen. Der öffentliche Personennahverkehr (wie hier Busse und Bahnen heißen) ist eher dünn ausgebaut.

So saßen wir dann zusammen mit der Dienstbesprechung des Diakonischen Werkes und haben überlegt, wie wir es anfangen können mit der Herausforderung beim Klima – fasten und der Mobilität. Ideen wurden gesammelt. Einige riefen auch ein Lachen hervor, als es darum ging, wie wir als Mitarbeiterinnen die Kilometer mit unseren Pkw sparen können. So wurde auch von einer Woche „homeoffice“ gesprochen. Das stieß allerdings an seine Grenzen, dieses umzusetzen. Oder wir sprachen von gemeinsamen Terminen in der Kreisstadt Rotenburg und wir dennoch nicht zusammen fahren könnten. Folgetermine im dortigen Krankenhaus umweltbewusst gleich im Anschluss gelegt passen dann absolut nicht zu den Folgeterminen des Kollegen, der sogleich wieder gen Bremervörde unterwegs ist. Eine Idee entstand: Bei Dienstreisen ein Pool entwickeln, welches in einer Cloud hinterlegt werden könnte. Kolleginnen und Kollegen des gesamten Kirchenkreises könnten dann Fahrten zusammen durchführen und, ja, es dürfte dann auch einmal gewartet werden, bis es zusammen zurück geht. Es reichte dann ein Fahrzeug für die gleiche Strecke. Weniger Verkehr auf der Straße, weniger Kosten für den Arbeitgeber, weniger CO2 und andere Schadstoffe in der Umwelt. Es war erst einmal eine Idee im Rahmen des Klimafastens ... Eine Idee, die jetzt vertieft werden muss. 

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One Billion Rising 2018

Die weltweite Kampagne ONE BILLION RISING FOR JUSTICE („Eine Milliarde erheben sich für Gerechtigkeit“) fordert unter dem Motto „Rise! Connect! Disrupt!“ („Erhebt euch, verbindet euch, stört!“) ein Ende der alltäglichen Gewalt gegen Frauen und Mädchen.

Ab 15h30 Uhr wird der Zevener Rathausplatz einer von vielen Orten weltweit sein, wo sich Menschen versammeln, um sich gegen Gewalt an Frauen und Mädchen einzusetzen. Mittel des Protestes ist auch dieses Jahr wieder der Tanz: Zu der „One Billion Rising“-Hymne „Break the Chains“ – Spreng die Ketten“ können die TeilnehmerInnen ihre Solidarität mit Mädchen und Frauen in der ganzen Welt bekunden. Vorbereitet wurde die Tanzaktion von Daniela Behrens und Birgitta Puradiredja.

Auch das Diakonische Werk Bremervörde-Zeven beteiligt sich in Zeven an dem Aktionstag und informiert zwischen 16 und 18 Uhr im Rathausfoyer neben anderen Organisationen und Vereinen über seine Arbeit im Bezug auf Gewaltprävention und Opferbetreuung.

 

Weitere Infos zur Aktion gibt es im Netz bei Facebook https://www.facebook.com/events/1892716074374222/?notif_t=event_aggregate&notif_id=1518425301024040 und unter www.onebillionrising.de.